Mit Melanie zu den Wasserfällen von Iguazú, Brasilien und Argentinien

Hallo meine lieben Leser,

Es gibt wieder einen Haufen zu berichten. Diesmal geht es nach Rio de Janeiro und noch weiter. Der Titel verrät es schon, zu den berühmten Wasserfällen von Iguazú.

Melanie und ich hatten wieder einen Wish im System eingegeben. Wir entschieden uns für Rio.

Als der Tag dann kam waren unsere Positionen sogar so eingeteilt, dass wir zusammen am Werk waren, in der Economy Max. Wie cool!

Passagiere hatte es da nicht Viele, aber wir unterstützten natürlich unsere Kollegen in der Economy.
Auf diesem Flug waren einige Stand-by’s mit dabei. Freunde von unserer Crew aber auch Andere, z.B. von der Swiss.
Da gab’s ein kleines Intermezzo, welches ich euch erzählen möchte. Die junge Flight Attendant welche eben von der Swiss mit uns an Bord war, als Stand-by, war mit ihrem Verhalten als Stand-by noch nicht so ganz vertraut.
Als ich von meiner Pause zurück kam, erwischte ich sie in unserem Galley in einem Trolley stöbern! Ich war so baff, dass ich zuerst mal wieder einen Schritt zurück machte und gleich auf die Toilette ging. Was war das?
Dann kam ich zurück und sie stellte mir eine Frage nach der anderen. Als Ablenkung vielleicht?
Das Beste war noch, dass wenige Stunden später, sie es sich nochmals im Galley gemütlich gemacht hatte als wir nicht da waren und diesmal erwischte sie Meli.
Wir fanden es so merkwürdig, dass ihr schräges Verhalten ihr selbst gar nicht bewusst war.

Am Schluss des Fluges, ging ich zu ihr und erklärte ihr, dass dies ein absolutes „no go“ sei. Von ihrer Reaktion aus, schien es so, als hätte sie es wirklich nicht gewusst und sie entschuldigte sich mehrmals bei mir und dann auch bei anderen der Crew. Somit war es für uns Alle gegessen. Aber unser Stempel als Galley Stöber Maus wird sie wohl nicht mehr weg kriegen. Haha.

Nach dem Flug gingen wir schnur-schtraks ins Bett. Denn unser Flug am nächsten Tag nach „Foz de Iguazú“ startete schon früh.

 

Wir trafen uns am nächsten Morgen, wenig ausgeschlafen, um 6 Uhr in der Lobby. Der Flug ging um 8 Uhr vom internationalen Flughafen Rio de Janeiro los.

Wir flogen mit Avianca, eine von vielen Brasilianischen Fluggesellschaften. Meli hatte für die Crew Schokolade eingepackt und wir stellten uns beim einsteigen als schweizer Flight Attendant vor. Die Crew war sichtlich erfreut über das kleine Mitbringsel aus der Schweiz. Die Flight Attendants und Avianca als Fluggesellschaft hat uns wirklich positiv überrascht! Absolut professionell und freundlich! Sogar ein modernes Entertainment System war an jedem Sitz installiert.

Das Hotel San Martin. Perfekt gelegen. 5 Minuten vom Flughafen und nur wenige Gehminuten vom Eingang des Iguazú National Parks.

https://www.hotelsanmartin.com.br/en/

Zum einstimmen ein paar „Facts and Figures“ über die Wasserfälle:

„Die Nationalparks beiderseits der Wasserfälle wurden 1984 und 1986 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Sie schützen einen der letzten Reste Atlantischen Regenwalds und stellen. Die Nationalparks sind ein wichtiger Rückzugsraum für die Artenvielfalt. Es leben allein etwa 800 verschiedene Schmetterlingsarten im Park.

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Die Iguazú Wasserfälle bestehen aus 20 grösseren sowie 255 kleineren Wasserfällen auf einer Ausdehnung von 2.7 Kilometer. Einige sind bis zu 82 Meter, der Grossteil ist 64 Meter hoch. Da die meisten Fälle in Argentinien liegen, ist der grössere Panoramablick von der brasilianischen Seite aus möglich. Auf der argentinischen Seite ist das Wasser Erlebnis hingegen grösser.

Der Name Iguazú hat seinen Ursprung aus den guaranischen Wörtern y für Wasser und guasu für groß. Als erster Europäer entdeckte der spanische Conquistador Álvar Núñez Cabeza de Vaca die Fälle; einer auf der argentinischen Seite ist nach ihm benannt.„

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Iguaz%C3%BA-Wasserf%C3%A4lle

 

Die Zimmer waren glücklicherweise schon bezugsfertig, der Angestellte vom Hotel, welcher uns mit den Koffern zur Hand kam, sprach sogar ein wenig Schweizerdeutsch, was sich total gut anhörte. Wir waren baff! Haha.

Wir packten etwas um und gingen direkt zum Infostand des Hotels, und erkundigten uns über das was wie wo der Iguazú Wasserfälle.
Er empfahl uns die Argentinische Seite am Folgetag zu besuchen, da wir dafür mehr Zeit benötigen würden. Für die Brasilianische Seite würden zwei Stunden reichen. Na gut, wird gemacht.
Ich fragte noch kurz nach dem Weg zum Parkeingang und schon standen wir draussen, im Regen! Wow!
Egal… jetzt waren wir in so kurzer Zeit so viel gereist, jetzt mussten wir was sehen. Die Stimmung war bei mir gerade ein bisschen bedrückt. Wir hatten Hunger!

Gut, der Concierge erklärte uns es habe direkt nach dem Eingang einen Bus welcher bis zum anderen Ende des Parks fahre und dort gäbe es ein Restaurant.

Wir gingen rechts vom Hotel und schon nach wenigen Minuten sahen wir den Eingang.
Wir bezahlten die Tickets und drin waren wir.
Ich erkundigte mich gleich nach dem Bus, doch die Mitarbeiterin sagte mir in gebrochenem Englisch und etwas Spanisch es habe hier keinen Bus. Okay, vielleicht wusste sie es einfach nicht, dachten wir.

Wir kamen an vielen schönen Vögeln vorbei, schossen ein paar Fotos, weiter ging’s, noch mehr Vögel.

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Dann fragten wir nochmals ob es denn hier ein Restaurant gäbe. Die Mitarbeiter zeigten uns das Imbiss Restaurant gleich neben dem Eingang. Endlich etwas essen!
Wir nahmen es gemütlich, das Essen war zwar grauenhaft, aber es gab wenigstens etwas zwischen die Zähne, noch ein Kaffee zum Abschluss…

Als Meli den Souvenir Laden aufsuchte um eine Pelerine zu suchen, dachte ich nochmals, irgendwie stimmt hier etwas nicht, kein Bus, so viele Vögel, ist da was faul?
Ich fragte die Angestellte im Restaurant, welche leider nur portugiesisch sprach, (unsere Lieblingssprache! 😉 ), sie rief die Managerin vom Restaurant, welche mir dann freundlich erklärte, dies sei der Birds Park und der Eingang zum Iguazú-Park sei ein paar Meter die Strasse runter.

Ich musste laut los lachen und bedankte mich bei ihr. Die Leute am Nachbarstisch schmunzelten auch. Als ich es Meli sagte, konnten wir uns kaum mehr einkriegen.

Das fing ja schon gut an ! Zum guten Glück hatte der Eintritt nicht alle Welt gekostet. Umgerechnet 12 CHF pro Person.
Also los, schnell raus hier! Ca. 1 ½ Std. waren verstrichen, egal!

Es war ein riesiger Eingang, unmöglich zu übersehen. Und plötzlich machte alles Sinn!

Ja ihr denkt jetzt, seit ihr nicht gleich drauf gekommen, als wir die Tickets vom Bird Park gekauft haben, bei dem schon etwas mickrigen Eingang, dies für so einen berühmten Park. Nein. Haha. Wir waren uns bombensicher.

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Juppi, am richtigen Ort angekommen, zac in den Bus uns los in Richtung Wasserflälle.
Die Fahrt war super schön, frischer Fahrtwind und grün über grün, Urwald feeling pur.
Es regnete immer noch, wir montierten unsere Pelerinen und schon standen wir vor den prächtigen Wassermassen!

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Das Wasser war zu der Zeit rot braun, wegen dem vielen Regen. Das Gestein der Gegend färbt das Wasser so.

Wir liefen die Treppen runter und immer näher zum Wasser heran.

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An einem Stück konnten wir sogar mit Brücken über die Wasserfälle spazieren und wurden platsch nass. Was total schnuppe war, wir waren ja schon aufgeweicht.

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Der Spass dauerte ca. 2 Std. dann hatten wir es gesehen. Wir gingen zurück in Richtung Hotel.
Da es ein Spa in unserem Hotel gab, war es nun Zeit zu entspannen. Eine wohltat, in das warme Sprudelwasser zu gleiten. Einen Sauna- und Dampfbad-Gang gönnten wir uns auch.
Für die Nacht im Hotel San Martin hatten wir umgerechnet Total 90 CHF bezahlt.

Frisch geduscht und aufgewärmt wurden wir vom Shuttel Bus abgeholt. Dieser brachte uns zum schönsten Hotel der Gegend, ins Balmond Hotel das Cataratas. Mein Onkel Andi war zufälligerweise genau 2 Tage vor Ort.

Er genoss mit seiner Freundin gerade 2 Wochen Urlaub in Brasilien. Als hätten wir unser Treffen im vornherein geplant!
Es gab brasilianisches BBQ mit unglaublich köstlichem Fleisch direkt vom Spiess und alles drum herum. Wir wurden von ihm eingeladen und somit wunderbar verwöhnt! Danke! 🙂
Noch ein Erinnerungsfoto und good night !

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Am nächsten Morgen, schleppten wir uns früh zum Buffet um dann um 8 Uhr unser Taxi zu erwischen welches uns zur argentinischen Seite der Wasserfälle brachte.

Die Fahrt dauerte ein Weilchen, ca. 30 Minuten. Wir mussten unsere Pässe zücken um über die Grenzen zu kommen und bekamen natürlich stolz einen Stempel von Argentinien in unser rotes Büchlein. Yeah!

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Argentinische Banknoten

Nach dem Eingang brachte uns ein einfacher Zug bis ganz nach oben. Wir hatten einen Plan am Eingang bekommen der uns eine gute Übersicht verschaffte.

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An diesem Ort mussten wir für ca. 15 Minuten gerade aus, über Brücken bis zum Punkt laufen, an dem der Wasserfall war. Der Ort war unglaublich! Die Wassermassen überschlugen sich regelrecht, es spritze und wir schossen einige Fotos. Wow! Diese Wucht des Wassers, in dieser Nähe, ist echt gewaltig! Speziell ist auch, dass man praktisch auf dem Wasserfall drauf steht und man gerade runter in die Tiefe blicken kann.

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Alles wieder zurück und ab zum nächsten Weg, der einen anderen Teil des Wasserfalls zeigte.

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Am frühen Nachmittag überrollte uns die Müdigkeit und wir machten einen kleinen Essens Stop. Wir beobachteten die vielen Affen die herumturnten. Aber blöderweise beobachteten sie uns genauso.
Als Meli und ich zusammen etwas schwatzen und wie so oft am lachen waren, machte es schwuuups. Blitzschnell, aber wirklich blitzschnell, schwang sich ein freches Äfflein zu uns herunter, nahm die Cookies von Melis Rucksack und verschwand im Gebüsch!

Wir waren baff! Die Besucher am Nachbarstisch auch! So clever die kleinen Viecher. Wir hoffen sie haben die Cookies genossen. Haha! Unser Zwischensnack war nun in den Baumkronen.

Wir machten uns dann bald wieder auf den Rückweg. Im Zug trafen wir noch eine Familie aus Uruguay, die Tochter konnte gut Englisch sprechen und übersetzte alles was ihr Vater eifrig und aufgestellt erzählte. Eine unglaublich liebenswürdige Familie! Die Grossmutter hatte nicht viel gesprochen aber beim Aussteigen sagte sie uns ganz herzlich und lieb „ adios“.

Unseren Taxi Fahrer hatten wir auf 2 Uhr bestellt. Nochmals einen Stempel ergattern und zurück ins Hotel.

Wir konnten noch duschen und assen etwas am Hotelpool. Der Hit war nicht das Essen, sondern mehr der hübsche Kellner.

Frisch gekleidet und geduscht brachte uns der Shuttel Bus zum Flughafen. Wir musste noch abwarten bis kurz vor Check-in Schluss, der etwas grimmige Schalter Mitarbeiter wollte uns noch ein wenig auf die Folter spannen. Glücklicherweise bekamen wir dann unsere 2 Stand-by Plätze für den Flug nach São Paolo. Diesmal hatten wir keinen direkten Flug bis nach Rio. Da es um diese Uhrzeit keinen im Angebot gab, mit den Airlines welche wir vergünstigt fliegen können.

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Bye bye beautiful Waterfalls!

Die Crew freute sich erneut über unsere Swiss-Schoggi 😉 … beim aussteigen baten uns die Piloten nach vorne ins Cockpit um sich bei uns zu bedanken. Die Schoggi war schon verputzt! Haha!

Das Abendessen genossen wir in einem Restaurant am Flughafen von GRU. Wir erwischten ein köstliches Steak Restaurant. Unsere Stimmung war tiptop. Wir freuten uns bald wieder zurück in Rio zu sein.

Der Flug nach GIG Airport, war um 22 Uhr 40 geplant.

Wir gingen gemütlich ans Gate. Doch plötzlich stand auf der Anzeigetafel nicht mehr Rio de Janeiro, sondern irgendein noch nie gehörtes Kaff in Brasilien. Was war los?

Wir erkundigten uns wenig erfolgreich und bemerkten, dass der Flug wohl Verspätung hatte. Wir huschten schnell ans andere Gate welches angezeigt wurde. Promt auch dort, war bald nicht mehr Rio zu lesen sondern einen Ort an den wir um Himmels willen nicht hingehen wollten! Na gut, wieder los, wohin jetzt?

Wir gingen dann ans nächste Gate. Dort sprachen wir zwei Brasilianerinnen an welche uns sympathisch erschienen und auch nach Rio mussten. Zum Glück sprachen sie super gut Englisch und somit hatten wir gute Dolmetscher an unserer Seite.

Das Portugiesisch war für uns so fremd und unverständlich wie Chinesisch.

Endlich, nach ewig langer Wartezeit, konnte wir nach Mitternacht ins Flugzeug steigen, hundemüde.
Wir pflanzten uns auf unsere Sitze. Platz hatten wir viel.
Die Bodenzeit erschien uns ungewöhnlich lange, wir haben das langsam im Gespür wie das so von statten geht. Hm!

Nach ca. 30 Minuten hiess es dann plötzlich, alle aussteigen! Flug ist „cancelled“! Dies natürlich nicht auf Deutsch, sondern auf unsere Lieblingssprache, Portugiesisch. Wir liefen einfach wie gestrandete Pinguine aus dem Flugzeug mit der Masse mit.

Es hiess dann: „Go to Check-in D!“.

Das ist nicht war oder?

Um diese Uhrzeit noch solcher Kapriolen???

Na gut, uns blieb nichts anderes übrig.

Der ganze Flieger versammelte sich vor dem Check-In. Ein Mitarbeiter von Avianca Air stand vorne. Er hatte sich auf eine Erhebung des Schalters gestellt. Die feurigen Brasilianer packten ihr Temperament aus und los ging’s. Es wurde laut und ungemütlich, es glich einer Demo!

Wir fanden glücklicherweise wieder unsere Dolmetscher, die uns immer wieder die nicht wirklich hilfreichen Informationen, welche mitgeteilt wurden, übersetzten. Meli und ich waren einfach nudelfertig.
Aber es war kein Ende in Sicht. Das schlimmste war, diese Ungewissheit, wie weiter…
Darum entschieden wir uns zu handeln.

Glücklicherweise funktionierte mein WI-FI am Flughafen und so konnten wir, über die Avianca Internetseite, einen Flug nach Rio buchen.
Unsere Kolleginnen erkundigten sich noch in einem nahe gelegenen Hotel ob es zwei Betten frei hätte für uns. Echt lieb!
Da wir als Stand-by unterwegs waren, dachten wir nur, einfach schnell was tun, weil alle Passagiere würden ja auch umgebucht werden, und die Füge am nächsten Tagen werden bald voll sein. Im Nachhinein denke ich hatten wir einen guten Geistesblitz. Haha.
Im Nachhinein ist das alles irgendwie ein grosses Abenteuer. Aber mittendrin war es teilweise ein realer Albtraum.

Meli und ich waren teilweise aufgrund der Nerven etwas hässig miteinander, aber ich würde sagen, meistens genau auf die gleiche Art, wir sagten einfach immer was bei uns los war, ich denke das war ganz gut so.
Es musste raus! Lachen ist aber allemal schöner!
Dieses Erlebnis hat uns auf jeden Fall zusammengeschweißt. Und es wird noch dicker, wartet nur ab. Haha.

Um 2 Uhr morgens waren wir im Hotel, um 4 Uhr morgens ging unser Shuttel wieder zum Flughafen. Eine super relaxte Nacht, ihr könnt es euch denken. Haha.

Der Avianca Flug startete um ca. 6 Uhr 30.
Wir standen an der Schlange um einzuchecken. Als die Dame vor dem Schalter frage was unser Ziel war und wir Rio sagten, hiess es promt: „Oh, for Rio, than you need to go to the desk right at the end.“

„Why?“

Unser Puls wieder auf 180!

Wir standen wieder bei den Gestrandeten. Und wir hatten einen Fix gebuchten Flug! Aufs Neue wurden wir nervös, ob wir den Flug erwischen würden.

Schlussendlich hiess es, der Flug von Avianca sei voll wir müssen uns am Latam Check-In Schalter anstellen. Und wir bekamen einen klitzekleinen Zettel in die Hand gedrückt.
Beim Latam Schalter hiess es dann, sie hätten unsere Dokumente nicht. Die seien noch bei Avianca, wir müssen uns gedulden.

In Zukunft werde ich bei der Arbeit die manchmal etwas aufgebrachten Passagiere oder genervten Reaktionen unserer Reisenden besser nachvollziehen können. Man weiss zu Beginn nie, was die Menschen schon hinter sich haben.

Nach 20 Minutiger Wartezeit ging’s dann vorwärts. Endlich hatten wir unsere Tickets in den Händen. Wir waren sichtlich erlöst.
Der Flug war voll besetzt.
Wir lernten am Gate noch einen Amerikaner kennen, mit dem wir dann die lange Taxifahrt in die Innenstatt von Rio teilen konnten.

Die Sonne schien stolz am Himmel. Und wir wollten nur noch ins Bett. Dies taten wir dann auch genüsslich.

Meli hatte sich am späten Nachmittag mit zwei Studentinnen getroffen, welche sie auf ihrem Sprachaufenthalt in Montreal kennen gelernt hatte. Carol ist Brasilianerin und wohnt in Rio, Bianca ist Mexikanerin und studiert gerade in Rio.

An diesem Abend trafen wir uns nochmals mit meinem Onkel und seiner Freundin Irina im feinen Restaurant CT Boucherie. Die Fahrt dorthin war leider unter keinem guten Stern, wieder Mal war die Dickköpfigkeit des Portugiesischen UBER Fahrers eine unüberwindbare Hürde. Ich fragte den Fahrer ob er evt. gleich ein paar Blocks weiter vorne einen kurzen Stop machen könnte, damit wir meinen Onkel mit seiner Freundin aufpicken könnten, da es genau auf dem Weg zum Restaurant sei.

Dies erklärten wir ihm mit Händen und Füssen! Nicht erfolgreich.
Aufgebracht stiegen wir nach wenigen Metern wieder aus und gingen zu Fuss. Mein Onkel mit Anhang waren dann schon weg.
Unsere Fässer waren wieder ein wenig gefüllt, aber dies reicht um sie wieder zu entleeren.

 

Am nächsten Tag stand der Heimflug auf dem Programm.

Am Morgen hatten wir uns noch mit Bianca und Carol zum Brunch verabredet, wir gingen ins The Bakers. Die Begegnung war super süss. Es tat uns richtig gut!

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Carol war zu spät, darum ist sie nicht auf dem Bild. 😉

Koffer packen war angesagt, in die Uniformen und ab an den Flughafen.

Unsere Nerven waren wieder gestärkt.

Das Boarding verlief reibungslos. Diesmal war ich auf der Position 4R geplant, also der Galley Cordinator. Meli war auch in der Economy, auf Position 4L.

Mit Sabrina und Julia war das Eco Team komplett.

Wir hatten nach dem armieren der Türen (dies dient der Aktivierung der Notrutschen) das „push back“. Alles gut.

Dann plötzlich standen wir still und es hiess:“yellow door selector to disarmed.“ Ok, das war nicht Standard.
Es hiess dann, die Piloten müssen das Treibwerk neu starten, es gäbe eine Fehlermeldung vom System. Sollte nicht lange dauern, 10 Minuten.

Na gut.

Dann gings wieder los. Und nochmals mussten wir die Türen disamieren. Kein gutes Zeichen.

Zurück ans Gate.

Mein Onkel war übrigens auch im Flieger, cool mit Family zu „fliegen“! Oder wie es sich herausstellte auf dem Tarmac hin und her zu rollen.

Die Passagiere fingen schon an zu fragen, gut, dass der Captain immer wieder mal eine Ansage machte. Allgemein fand ich , dass die Informationen die wir hatten gut und transparent mitgeteilt wurden. Leider etwas zu spät auf Portugiesisch , was unsere brasilianischen Kollegen etwas verärgerte. Nagut jetzt bemerkten sie auch, dass nicht die ganze Welt Portugiesisch spricht. Haha. Sorry aber wahr.

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Eco Team… in the middle of our struggles!

Mit der Hoffnung bald doch abfliegen zu können, machten wir den kompletten Hot Meal Service am Boden.

Wir hatten in dieser Zeit noch diverse Zwischenfälle, eine liebe Passagierin hatte ein extrem geschwollenes Bein (im obigen Foto sieht ihr sie lächeln haha), eine andere hatte einen hohen Blutdruck und extrem Flugangst. Sie stand immer an der Türschwelle und überlegte sich auszusteigen. Ein anderer tickte total aus, denn er wollte einfach jetzt subito nach Zürich fliegen…Er so:“ Don’t care about your situation!“. Aber eben, man weiss nie wo die Passagiere gerade stehen. Zuhören und konstruktiv bleiben. Viel mehr kann man nicht tun.

Wir wären alle gerne in dieser Nacht nach Zürich geflogen.
Flug wurde ge-cancelled. Alle Passagiere raus, die verteilten Essens-Trays blieben verstreut in der Kabine zurück.

Wir räumten das Flugzeug auf, verstauten alles, schlossen die Trolleys ab und gingen etwas bedrück aus dem Flieger.

Für uns wurden Taxis bestellt. Was gut organisiert war. Wir machten auch noch einen grossen Bogen, damit uns die Passagiere nicht sehen konnten.
Wir trafen uns später alle bei einem Caipirinha an der Copacabana. Well deserved!

 

Der Heimflug blieb ein Rätsel.
Einmal bekamen wir die Nachricht in unseren Rotations-Chat, dass wir am nächsten Tag mit Lufthansa nach Hause positionieren können. Dann kurzfristig hiess es, nein doch nicht, kein Platz.

Es war keine Ideale Situation.
Wir trafen noch die Crew welche mit diesem Flieger nach Rio geflogen war und hatten natürlich einiges auszutauschen.

Schlussendlich konnten wir am Folgetag mit der Swiss über São Paolo FINALLY nach Hause fliegen. Als Passagier. Die Zeit in Brasilien war gefühlte zwei Monate lang. Haha. So voll ist unser Erinnerungs-Rucksack!

Am kleinen Domestic Airport von Rio Santos Dumont ergatterten wir noch ein Eis von der Kette „Bacio di Latte“. Das Erinnerungsfoto schickten wir als Gruss Andi, da dies sein Lieblingseis war in Brasilien. Er gönnte es sich fast jeden Tag, er weiss eben wie Ferien gehen. Haha.

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Panorama Blick über Rio, gleich nach dem Abflug!

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Und wer wohl, sichteten wir am Gate in São Paolo für Zürich? Unsere berühmte berüchtigte Galley schnüffel Maus! 😉 Der ganzen Crew schon ein Begriff. 😉

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Quelle: Swiss IG Account

Eingepfercht in der Economy trafen Meli und ich einen super sympathischen Brasilianer, berufstätig als Industrial Designer und man glaubt es kaum, unterwegs nach Korea. Er sagte, auf dieser Seite um den Erdball zu fliegen sei etwas günstiger gewesen! Haha.

Wir tauschten uns über Vieles aus, über die Eigenheiten der Brasilianer, erzählten etwas über die Schweiz, über unser Abenteuer Iguazú. Was Meli während solchen Begegnungen los schwafelt ist einfach unübertreffbar. Ich würde sagen einfach die beste Komik. Somit gab’s viel zu lachen!

Unser Freund verputzte es auch köstlich! 😉
Wir tauschten unsere Instagram-Accounts aus und wünschten ihm später in Zürich eine gute Weiterreise! Bye Victor, halte durch! 😉

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Landung in Zürich mit der B777

An dieser Stelle möchte ich die Kompanie und den Humor von Meli nochmals erwähnen. Du bist einfach einzigartig toll! Eine Bereicherung x 100!

Adios Amiga 🙂 und danke Allen herzlich für den Besuch auf meinem Blog. See you on the next ride!

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