Cuba, mit dem Katamaran zu den Delphinen in Varadero

Hola amigos!

Meinen Bruder und ich hatten uns entschieden noch einmal privat nach Cuba zu reisen.
Aus dem Grund weil ich einfach der Meinung bin, wie mein Bruder, dass man Cuba gesehen haben muss! Und der zweite Grund war, dass der Flug auf dem ich einmal meinen Bruder mitnehmen wollte, aus dem Plan rausgefallen war! Oops!

Let’s do this!

Wir hatten je ein Standby Business Class Ticket gebucht. Von den Plätzen sah das ganze bis zum Abflugstag vielversprechend aus! Naja. Wie man sich täuschen kann. 😉

Wir kamen zum Gate und der freundliche Herr sagte wie üblich wir müssen uns gedulden, jedoch sagte er noch, etwas trocken…: „Das Gewichtslimit sei erreicht und es würde aus diesem Grund wohl nicht klappen mit mitfliegen“.

Noo!!
Uns standen die Schweissperlen auf der Stirn, so dick wie Harz! Haha!

Als alle Passagiere eingestiegen waren, guckte der Bodenmitarbeiter noch ein Weilchen auf seinen Bildschirm am Schalter… guckte dann in unsere Richtung und sagte: „Ihr zwei könnt einsteigen!“
Wow das war knapp!

Schlussendlich erfuhren wir, dass der Captain Cargo ausgeladen hatte, weil das suchen unserer Koffer einfach zu lange gedauert hätte. Okay! Schön! 😉

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Das pefrekte Wetter um zu flüchten! 🙂

Wir bekamen zwei Plätze in der Economy Max zugeteilt, was super war! Ich freute mich einige der Crew zu begrüssen, denn ich kannte den Einten und Anderen noch aus der Zeit, als ich bei Edelweiss Air geflogen bin.

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In Havanna angekommen bekamen wir die Kubanische Lebensweise gleich mal ordentlich zu spüren, wir mussten echt mehr als eine Stunde auf unsere Köffer warten. Dieses Koffer-warten-Ding ist echt absolut nicht Meins, denn wer weiss ob der Koffer überhaupt noch auftaucht?

Schlussendich hatte der Kubaner am Band doch noch irgendwo seine Arbeits-Motivation gefunden und wir konnten unsere Koffer schnappen. Juhu!

Ab ins Taxi in Richtung Casa Particular!

Marina nahm uns herzlich in Empfang und erklärte uns das Haus und das Öffnen der verschiedenen Türen. Etwas kompliziert irgendwie! Die Treppen von der Strasse in die Casa gingen steil und super eng nach oben. Die ganze Casa war sehr hübsch und gepflegt, hohe Decken und farbige Fliesen erinnern an die Kolonialzeit.

Wir wurden verwöhnt, denn in unsere Casa war sogar eine Klimaanlage installiert! Und ein eigenes Bad hatten wir auch! 🙂

 

Unsere Casa (Habana 101) war in Habana Vieja, der beliebten Altstadt von Havanna…

 

…Der Besitzer der Casa ist ein Deutscher, er ist mit Marina verheiratet. Er erzählte uns, dass das Viertel heute eins der beliebtesten ist in der Altstadt, viele Häuser wurden durch Privatbesitzer renoviert und aufgrund dessen ist dieses Gebiet um die Habana Strasse heute auch eins der schönsten.

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Marina und ich.

Nach dem verdienten Schönheitsschlaf gingen wir direkt ins El Café Frühstücken!
Es freute mich die Angestellten dort wieder zu sehen! Und sie freuten sich über ein kleines Souvenir aus der Schweiz.

Da ich ja schon einige Male in Havanna war konnte ich meinem Bruder ein Best Of der Stadt vorstellen.  Ziel war es: viel zu sehen, ein paar Mal gut zu essen und einfach zu geniessen und das natürlich alles mit der Ruhe! 🙂

Als wären wir Zuhause in der Nachbarschaft am frühstücken kam eine Kollegin von Edelweiss Air mit ihrem Freund auch ins El Café. Das war richtig schön sie da anzutreffen! Als hätten wir uns verabredet. Sie gesellten sich an unseren Tisch und wir assen und unterhielten uns gut.

 

An unserem ersten Tag in Havanna war unser grober Plan mal einfach durch die Gassen zu laufen und uns ans kubanische Tempo anzugleichen ;).

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Kirche beim Plaza del Cristo

Melanie hatte mir von ihrem Erlebnis mit den Delphinen in Varadero erzählt. Und da mein Bruder auch mit im Boot war, erkundigten wir uns über diesen Ausflug. In einem Hotel im Keller (!) fanden wir ein Reisebüro welches diverse Touren anbot. Es sah nicht super vertrauenswürdig aus, aber doch genug, dass wir die Reise buchten und unsere Moneten da liessen haha. In Cuba ist ja Kartenzahlung praktisch unmöglich, somit mussten wir noch mehr Flüssiges organisieren.

Diese Reise nach Varadero buchten wir für Sonntag, unser letzter voller Tag im Land. Übrigens gar nicht billig, pro Person zahlten wir Rund 160 CHF für den Tagesausflug!

 

Für Benj waren ja die neuen Eindrücke gross und zahlreich! Was ich ziemlich lustig fand. Und ich fragte ihn immer wieder aus, so als kleine Tests, über die Namen der Orte und Restaurants in denen wir waren. Manchmal erwischte er das richtige Wort, manchmal lag er massiv daneben, aber es amüsierte uns beide!

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Die Kubaner sind offen. Das ist nichts Neues! Haha! Und so kamen wir immer wieder ins Gespräch mit lieben Leuten.

 

 

„In der äußeren Form erinnert das Capitolio in Cuba an das US-amerikanische Kapitol in Washington, D.C., das insgesamt größer, an seiner höchsten Stelle jedoch leicht niedriger ist. In Bezug auf Form und Größe ließen sich die kubanischen Architekten in ihrem Entwurf vom Panthéon in Paris und dem Petersdom in Rom beeinflussen.“

Benj hatte Lust eine Rundfahrt mit einem Oldtimer zu machen.

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Wir suchten ein schönes Auto auf dem Parque Central und fanden ein tolles Auto in Pink! Eher meine Farbe aber egal! Manuel, unser Fahrer, sprach zu unserem Glück gut Italienisch, da er lange Zeit in Milano gelebt hatte. Ursprünglich ist er aber ein waschechter Kubaner und aus diesem Grund ist er auch sehr gerne nach Cuba zurückgekehrt. Manuel war professioneller Tänzer, doch seit ein paar Jahren chauffiert er Touristen umher.

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Er war ganz in weiss angezogen, er erklärte uns dass dies wegen seinem Glauben sei. Er müsse ein ganzes Jahr mit weisser Kleidung rumlaufen und noch dazu mit langen Hosen und Lang arm. Bei 30 Grad!

Manuel wusste einiges über Havanna und so erzählte er während der Fahrt über die Geschichte und auch immer wieder über verschiede Häuser an denen wir vorbei cruisten.

Beispielsweise fuhren wir an der ehemaligen Coca Cola Fabrik vorbei, welche heute nicht mehr als solche zu erkennen ist. Aber ich finde es immer wieder faszinierend ein Weilchen in der Vergangenheit zu schwelgen….was einem auch gleich in Vergangenheit katapulitiert ist der Besuch der Plaza de la Revolución….

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Auch beim John Lennon Park machten wir kurz halt.
„Als die Beatlemania die Welt in den 1960ern eroberte, verbot Fidel Castro die Musik, die er als „vulgären Konsumerismus“ bezeichnete, in seinem Land. Vierzig Jahre später und 20 Jahre nach dem Tod von John Lennon ehrte Castro den Sänger nicht nur für seine Musik, sondern hauptsächlich für seine Träume und Ideen.
Nachdem die ursprüngliche runde Kultbrille mehrere Male gestohlen wurde, erklärte sich der Rentner Juan Gonzalez dazu bereit, tagsüber in 12-Stunden-Schichten bei Bedarf eine Brille für Fotos zur Verfügung zu stellen. Auch heute noch steht jemand in der Nähe der Bank, um der Statue eine Brille aufzusetzen und Lennon auf den Fotos ein authentisches Aussehen zu verleihen.“

 

Der Zuständige war an diesem Tag grad wohl anderswo beschäftig, auf jeden Fall hatte John Lennon keine Brille auf!

 

Was während unseren Tagen in Havanna nicht fehlen durfte, war ein Besuch des La Guarida. Das uralte prunkvolle Haus welches an gewissen Stellen fast schon zusammenbricht, lässt einem auf dem Dach einen wunderbaren Ausblick über die Stadt geniessen. Gute Cocktails gibt’s da auch!

 

 

Benj interessierte sich für das Museum de la Revolution. Welches wir am zweitletzten Tag besuchten.

 

 

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Für unseren Ausflug mit den Delphinen mussten wir richtig früh aus den Federn.

Um 06:00 sollte uns der Bus beim Iberostar Hotel abholen. Natürlich waren wir schweizerisch pünktlich vor Ort aber kein Bus weit und breit 😉 . Egal, wir warteten ein Weilchen und ca. 06:30 konnten wir einsteigen. Wir waren natürlich nicht die Einzigen!

Die Fahrt dauerte gute 3 Stunden. Ich liebe ja solche Busfahrten! Die Landschaften an einem vorbeisausen lassen finde ich immer wieder sehr meditativ.

Die liebe Maria war die Reiseleiterin. Sie erklärte in Spanisch (die lange Version) und in Englisch (in 3 Sätzen haha) wie der Tag verlaufen wird. Leider dürfe sie nicht mit uns auf den Katamaran mitkommen da sie Kubanerin sei und dies die Regeln sind. Krass!

Sie übergab uns dann in der Marina an die neue Crew. Der Katamaran war gross! Und Leute hatte es auch genug! Für unseren Geschmack mehr als genug! Ohje!

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Herzlich willkommen im Massentourismus!
Von Holländer, Engländer, Südamerikaner, auch andere Schweizer… alles war vertreten. Die Skipper hatten es echt im Griff, coole Typen!

 

Endlich bei den Delphinen angekommen konnten wir in 4 Gruppen mit einer stinkenden Weste (den Duft habe ich heute noch in der Nase!) zu den Delphinen. 🙂
Es war faszinierend! Die Tiere sind so stark, doch so zart und so was von gehorsam! Jede kleinste Anweisung ihres Herrchen führen sie aus.

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Wir durften die Delphine berühren und sie schenkten uns feuchte Küsschen.

Zum Schluss gab’s noch ein professionelles Foto.

 

Ein schönes Erlebnis das ich nicht vergessen werde!

Zurück auf dem Katamaran, wars Zeit fürs Mittagessen am Cayo Blanco. Ein berühmter Strand in Varadero.
Im Ausflug inbegriffen gabs ein fischlastiges Mittagessen, das für kubanische Verhältnisse ganz okay schmeckte. Die Stimmung mit all den Möven war Urlaub Feeling pur.

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Auf dem Heimweg machten wir noch einen Halt bei einer Bar. Welche die besten Piña Coladas anbiete! Diese konnten wir leider Gottes nicht kaufen. Was für ein Pech! Denn wir hatten unser ganzes Bargeld für die Delphinfotos ausgegeben. Haha.

Und und ihr wisst schon, Bargeld ist in Cuba Gold wert!
Das einzige was noch half, war das grosse Herz von Maria, welche uns eine Piña spendierte! Mega! Und das Getränk mit frisch gepresstem Ananassaft schmeckte echt super lecker!

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An unserem letzten Tag genossen wir das Frühstück auf der Terasse unserer Casa…

um dann später noch einen letzten feinen Kaffee im El Café zu genissen.

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Und wir besuchten auch noch das neue Hotel Kempinski Grand Manzana welches eine super schöne Terasse bietet.

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Ich fand wir müssen die Sonne noch so richtig auf unserer Haut spüren, denn bald werden wir wieder im Flieger sitzen in Richtung kalte Schweiz und da will man doch was mitnehmen von all dem nicht war? Vielleich ein Sonnenbrand, aber wenigstens ETWAS! 😉

 

Unser Heimflug war auf spät Abends geplant.

Wir waren ja wieder Standby auf dem Flug gelistet. Doch da wir Fabienne, die Kabinenchefin, im Café getroffen hatten und die Anzahl verfügbaren Plätze einige waren, war ich nur „äs bizzeli“ nervös. Vor allem auch wusste ich, dass das Gewicht wohl kein Problem sein wird, denn wirklich viele Güter werden ja nicht von Cuba in die Schweiz transportiert, schätzte ich jetzt mal so als Cargo Laie haha. Ich will ja nicht frech sein, aber ausser Ananas kommt mir gerade nicht viel in den Sinn was da unten drin sein soll.

Bitte belehrt mich eines Besseren falls ich völlig falsch liege!

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Bye Bye!

So wars dann auch. Die 27 Plätze in der Business waren zwar alle besetzt, doch zwei gemütliche Plätze in der Economy Max waren da für uns.
Wieder kannte ich ein paar Crewmitglieder, was sich ein wenig anfühlt wie nach Hause zu kommen. 😉
Ich genisse solche Flüge als Passagier immer besonders. Film schauen, Faul sein, bedient werden, essen…. was will man mehr!

 

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rooftopdrinks

Gracias amigos por la atención!

¡Hasta la próxima!

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