San Francisco, dreams come true!

Liebe Freunde!

Es gibt wieder einiges zu berichten.
Ich sage nur… now and then dreams come true! 🙂

Ich hatte den San Francisco Flug im Wunschsystem eingegeben. Der Plan, Meli, my dear dear friend, welche ich bei der Edelweiss Air kennen gelernt habe, wird dann ein Ticket buchen und mitfliegen!

Eigentlich war die Destination zweitrangig, auch sie kannte San Francisco schon, da sie im Jahr 2012 dort einen drei monatigen Sprachaufenthalt absolviert hatte. Die Gasteltern einer Freundin welche sie da kennen gelernt hatte, konnten wir sogar auch noch besuchen. Aber dazu später mehr.

 

Nun, der Tag kam.

Der Platz im Flieger war knapp. Hm.

Und wir Beide… aufgeregt!

Meli hatte ein Standby Ticket in der Business Class gebucht.

Sie schaffte es schlussendlich auf den letzten Platz in der Economy! Phu!
Auf dem Weg dahin hatte sie schon Bekanntschaften gemacht, von Amerikaner, Schweizer bis Franzosen… Meli wie sie leibt und lebt! 😉

Die M/C (Kabinenchefin) Andrea sagte mir: “Verwöhn sie!“
Ich versuchte ihr den Flug so angenehm wie möglich zu machen und brachte ihr ein paar Leckereien etc.
Natürlich stand einen Business Class Sitz nicht in meiner Macht.
Sie nahm aber den engen Platz mit Würde!

Wir als Crew waren ziemlich beschäftigt auf diesem Flug, wie so üblich auf einem Amerika Tag Flug. Die Passagiere in der Business Class werden so richtig verwöhnt. Ausserdem muss man auf den Flügen nach Amerika eine „Storelist“ (genaue Mengen von Alkohol und Bordverkaufsartikel notieren) ausfüllen und wie es sich gehört eine saubere Übergabe für die andere Crew hinterlassen.

Was super lustig ist und kaum ein Zufall sein konnte, war Ferenc in der Crew, ein Flight Attendant der Melanie schon kannte, da er sie auf ihrem Flug nach Bankok einige Monate zuvor bedient hatte!

Ferenc war früher Musical Darsteller aber irgendwie ist er das heute noch! Ein crazy Typ mit dem Herz am richtigen Fleck. Schon auf dem Hinflug konnte ich mich teilweise nicht mehr halten vor lauter Spass. Auf dem Rückflug arbeiteten wir zusammen in der Eco, und da begann der Spass erst recht. 😉 Details später. 🙂

 

Wir kamen safe & sound in Frisco an, Meli konnte leider nicht mit uns mit dem Bus mitfahren, da die Zoll Beamten vor Ort einfach lahm waren. Ein paar Hirnzellen hat sie das gekostet!

Wir trafen uns im Hotel am Union Square und gingen dann noch mit der hälfte der Crew etwas trinken.

 

Wir erwachten natürlich super früh am nächsten Tag. Aber das war gerade gut so. Genug Zeit für viel Abenteuer. 🙂

Unser erster Stop: Frühstück. Ich kannte ein Restaurant von einem früheren Layover. Die Marais Bakery im Castro District.
Wir deckten uns ein mit Croissants, Kaffee, Lachs, Rühreier, Granola… yam yam yam!

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Herrlich in so guter Gesellschaft und gutem Essen in den Tag zu starten. Das Haar (!!!) in Melis Granola passte nicht ins Kozept. Ik!

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Wir besprachen den Tag und in grob die Route. Wir entschieden uns somit gleich nach dem Frühstück mit dem Bus nach Haight-Ashbury zu fahren.

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Die Bushaltestelle war kaum zu finden 😉

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Wir liefen durch die Strassen vor Ort aber waren nicht sonderlich hingerissen, die Morgenruhe passte einfach nicht zu unseren Erinnerungen der Haight-Ashbury, dieses bekannte Hippie District. Wir liefen umher und die Sonne schien uns wunderbar auf unsere Gemüter. Es war einfach schön!

 

 

Wir liefen weiter durch den Panhandle Park bis zum Alamo Sqaure, zu den berühmten Painted Ladies. Auch bekannt aus der TV Serie „Full House“ mit Mary Kate und Ashley Olsen und von etwa 70 Filmen.

MeliAlamo

 

 

Da suchten wir Jemanden der ein paar Fotos von uns schiessen konnte. Wie das manchmal so ist, sind Talente leider nicht sofort auffindbar. Und dies ist auf den Fotos offensichtlich! Füsse abgeschnitten, schlechtes Licht! I am sorry! Aber die Fotos sind einfach nicht gut! Haha! Wir fragten dann noch jemand Anderen, ein wenig besser war das Resultat dann glücklicherweise. 😉

Für diese Jahreszeit schien die Sonne super stark und es wurde richtig heiss! 🙂
Na dann, hallo Velo!! Mit dem Swiss Badge gabs noch ordentlich Rabatt und schon sassen wir auf den Satteln. Juppy!

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Los, in Richtung Golden Gate Bridge.

Zufälligerweise hatte Meli auf dem Hinflug den Evergreen Film Mrs. Doubtfire geschaut mit Robin Williams. Und so kamen wir auf die Idee, das Film Haus ausfindig zu machen.

Unsere Route führte somit daran vorbei, an die 2640 Steiner Street. Kaum zu glauben waren wir nicht die einzigen Touristen vor dem Haus, beeindruckend wenn man bedenkt, der Film wurde 1993 abgedreht!

 

Das Haus ist super schön glänzend renoviert und steht prächtig am Hügel.

 

Helm auf und weiter gings. Mit dem Fahrrad durch die Strassen zu fahren machte richtig Freude, denn man durchquert auch Gegenden die man sonst zu Fuss nicht so einfach erreichen würde. Wir fuhren in Richtung Lombard Street.

„Die Lombard Street verläuft vom Presidio bis zum Telegraph Hill quer durch San Francisco. Der kurvenreiche Teil der Strasse liegt auf dem Russian Hill. An dieser Stelle war sie eine der steilsten Strassen der Stadt mit einem Gefälle von 27 Prozent, was für viele Autos problematisch war. Aus diesem Grund wurde sie 1922 in Serpentinenform umgebaut.
Die nur zwei Blocks entfernte Filbert Street hat sogar ein Gefälle von 31.5 Prozent, diese wurde aber nicht entschärft und konnte so in zahlreichen Filmen als „Sprungschanze“ dienen.“

Ohne es zu wissen, erwischten wir genau diese Strasse (Filbert Street).

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Filbert Street

Die Strasse war so steil sodass wir uns nicht getrauten auf den Satteln zu bleiben, ich wollte es versuchen, aber Meli schrie! „Hey neii Schiiiser mach das nid, ich will dich denn nid im Spital go bsueche!!“ Okay. Haha.

 

Unsere Fahrradkünste glichen sich ziemlich, wir fuhren, kreuz und quer über Trottoire und sonstigen Fußgängerzonen, einfach wo es uns am sichersten vorkam. Haha. Einmal rief eine wohl etwas unzufriedene Amerikanerin. „This is no bike trail!“ und gleich drauf ein anderer etwas fröhlicher „Are you twins?“. Haha. Die Amis halten kein Blatt vor den Mund. Aber uns gefällt’s und es brachte uns zum lachen!

Übrigens sah unsere Kleidung an diesem Tag wirklich verdächtig gleich aus, dunkle Hosen, militär grünes Shirt, gleiche Halskette (aus NY), gleiche Sonnenbrille, gleicher Rucksack! Und wir hatten nichts besprochen, versprochen! 😉

 

Wir fuhren durch Little Italy in Richtung Union Square.

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Oppla, jetzt gings aber nochmals richtig crazy Bergauf!

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Meli am schwitzä! 😉

San Francisco muss man richtig erleben sage ich immer! Und auf diese Weise funktioniert es!
Wir stellten die Bikes in den Kellerraum des Hotels.

Die Zeit drängte ein wenig, denn wir hatten ein Date mit der Gastfamilie, welche in West Portal wohnen. Etwas ausserhalb des Zentrums, aber mit der U-Bahn sehr einfach zu erreichen. Meli hatte mit ihnen abgemacht und sie gefragt ob wir mit dem Auto noch zu den Twin Peaks fahren könnten um den Sonnenuntergang zu bestaunen.

Wir kamen ziemlich pünktlich um 17:30 bei Karen und Glen Zuhause an.

Karen und Glen nehmen viele Austauschschüler auf, wie auch diesmal. Und zur Familie gehören natürlich auch ihre zwei verwöhnten Hunde. Welche uns gleich ihre feuchten Zungen entgegen streckten! Juppi! :/

Sie Zwei sind liebenswürdige Gasteltern aber auch genug ausgefallen und verrückt, damit das Leben spannend bleibt! Sie lieben das Reisen und besonders die Schweiz. Nicht nur deswegen nehmen sie sehr gerne Englisch Studenten aus der Schweiz auf. Schweizer Eigenschaften wie Zuverlässigkeit und Anstand mögen sie besonders.

Glen fuhr uns auf die Twin Peaks, wir schossen diverse Fotos der wunderbaren Aussicht über San Francisco. Da wurde es einem wieder einmal bewusst wie riesig diese Stadt ist!

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Wir fuhren noch an einen anderen Schaupatz um den Sonnenuntergang zu bestaunen, wir verpassten die untergehende Sonne um ein Haar. Aber die Stimmung war trotzdem wunderschön.

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Karen hatte ein tolles Abendessen gekocht und wir genossen die Zeit zusammen. Plötzlich klingelte es an der Tür und ein alter Freund von Karen torkelte herein. Er kam an den Tisch, setzte sich und laberte etwas theatralisch in der Gegend umher. Ups! Kurz gesagt, er war besoffen!

Meli flüsterte mir zu, dass dies dann normalerweise nicht vorkäme, wir nahmen es mit Fassung und schon bald war der Kerl wieder draussen. Karen entschuldigte sich für den spontan-Besuch aber machte sich auch ein wenig Sorge um seine Frau und das Auto, welches er irgendwohin gestellt hatte. Er weiss sich schon zu helfen sagte sie!

Danke an dieser Stelle an Karen und Glen, dass ich auch zu diesem schönen Abend eingeladen wurde. Ich empfinde es immer als eine grosse Bereicherung in andere Welt eintauchen zu können und dies in so guter Gesellschaft.

Dinner

 

Unser zweiter Tag in San Francisco startete etwas später als der Erste. Schlaf ist auch wichtig! Wir nahmen unsere Fahrräder wieder hervor und fuhren zu einem coole Kaffee namens Sightglass.

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Dies ist nicht die Market Street, aber eine Querstrasse davon.

Diesmal mussten wir quer über die Market Street. Obwohl die Gegend extrem Zentral ist, finden sich da die meisten Obdachlosen von San Francisco. Schon einige Male habe ich mit Meli darüber gesprochen und auch mit anderen Crew Mitgliedern. In Kaliforniern sind die Homeless wirklich omnipräsent.

Im Internet finden sich mehr Hintergründe zu diesem Thema:

Ein Grund warum in San Francisco und allgemein in Kalifornien Obdachlose so auffallen ist eben genau darum, es gibt einfach zu wenig Betten in Notunterkünften.

Es ist einfach ein Elend und die Würde in diesen Menschen ist weit weit unten. Das schmerzt. Später beobachteten wir auf der Market Street ca. 6 Polizisten welche einen Obdachlosen überstürzten und fest nahmen. Es hätte eine Filmszene sein können!

Später gaben wir unsere Fahrräder ab und liefen noch etwas durch das Ferry Building beim Embarcadero District.

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Kurz noch ein Foto vor der Swiss Werbung! 😉

Zum Mittagessen gönnten wir uns ein Stop bei „Chipotle“ eine Mexikanische Fast Food Kette mit leckeren Burritos, Bowls, Tacos und Salate… yammmii!
Im Zimmer bekamen wir die Leckerei doch ziemlich zu spüren… no details! Haha!

Vor dem Heimflug ruhten wir uns noch etwas aus… soweit es ging… denn die Nervosität kam zurück, mit dem grossen Fragezeichen ob es Meli auf den Heimflug schaffen würde. Sie hatte erneut ein Standby Ticket Business Class gebucht mit hoher Priorität.

Aber…

Der Flug war überbucht!

Nein! Why?

Wir versuchten Ruhe zu bewahren und redeten uns dies und das ein: „Der Captain ist ein lieber“, „Glücklicherweise hat niemand anderes der Crew ein Standby Kollege dabei (eine Arbeitskollegin war 1 Stunde vor Breafing vom Flug abgesprungen und sie hätte ein Standby dabei gehabt!!)“, „Es ist noch einen (!) Jumpseat (Crew Sitz) in der Beoing 777 übrig“.

Dieser einzige Jumpseat war unsere Hoffnung!

Das Abenteuer war uns gerade ein bisschen zu fest „on the edge“.

Ich hatte ein gutes Gefühl. Aber war natürlich auch nervös. Und so wechselten wir uns halbstündlich mit dem Toiletten Gang ab. Hm. Haha.

 

Bei der Besammlung in der Hotellobby kam Martin, der Captain zu Meli und sagte:“ Es chunnt guet, es het ja no ein Jumpseat frei“.

Dies von ihm zu hören war schon mal top. Er ist der Chef, er hat das letzte Wort!

Ferenc hatten wir auf dem ganzen Aufenthalt nicht gesehen! Wir machten unsere Spässchen draus was er wohl wieder angerichtet hatte, der Wilde!

 

Beim Boarding in der B777… eine Horde von Menschen fluteten das Flugzeug! Und wo ist mein VIP?
Genau so wie vermutet kam es.
Meli wurde auf den Jumpseat in der Economy platziert. Sozusagen als Crew Mitglied integriert. ;).

Das Eco Team: Ferenc, Isabell, Manuela, Dominik, David, ich und Meli! Haha.
Die Stimmung war gut! Sehr gut! Nach dem Service versuchten wir Meli die Zeit an Bord so angenehm wie möglich zu gestalten, wir brachten ihr Decken, Kissen und Allerlei. Ihre Ansprüche waren aber klein! So ist sie!

Ferenc fühlte sich wie eh und je auf der Bühne des Lebens und so hatten wir alle unseren Spass! Meli und ich waren super empfänglich für seine lustige Art. Was den ganzen Flug unvergesslich machte.

Wir wiederholten seine lustigen Sätze die er einfach so mit seinem ungarischen Akzent und seiner Diva Art von sich gab und so realisierte auch er wie witzig es war, was er von sich gab. Ferenc wohnt übrigens auch jetzt noch in Budapest.

Beim Frühstück Service sagte er so platt beiläufig beim Kaffee machen.. : „Machen wir noch ein brew!?“ Ihr könnt es euch vorstellen dass dies auch jetzt noch, einfach in der Erinnerung, mir noch ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert!

HappyHome

Mit Meli war die Zeit einmal mehr unbezahlbar. Einfach unkompliziert easy und super amüsant. Hie und da mal einen kurzen Zoff, macht gar kein Abbruch. Wir sind beide nicht aufs Maul gefallen!

Was ich auch sehr schätze ist, dass wir oft gleiche Vorstellungen haben von einem Tagesablauf. Wir mögen es den Tag einfach auszunutzen, von morgens bis abends um dann müde und zufrieden ins Bett zu fallen. Awesome! Sie mags nicht wenn ich das Wort benütze! 🙂

Cheers on more adventures together!

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