Durch den Jungle von Costa Rica!

Die vorherige Woche war ich auf meinem ersten Flug nach Costa Rica geplant. Kurz vor dem Breafing traf ich mich mit den Girls der Crew.

Auch diesmal arbeitete ich in der Business Class.

Als wir nach fast 11 Stunden Flugzeit in San José ankamen, ging ich und ein paar der Crew noch etwas kleines Essen. An Ort war es noch früh, doch für uns war es schon spät.

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Wir trafen uns um 8 Uhr am Folgetag direkt vor unseren Zimmern, da wir alle auf demselben Stock einquartiert waren.

Alessia hatte schon viele Sehenswürdigkeiten auf ihrer Liste in ihrem IPhone notiert. Sie war schon fast besorgt, da sie um jeden Preis in diesen Tagen etwas sehen wollte. Das war mit gleich sympathisch. Denn ich ticke ganz ähnlich und habe sogar mit total planlosen Leuten etwas meine Mühe. Nicht das ich nicht kurzfristig etwas ändern würde aber so ganz in den Tag leben ist nicht mein Ding. Zu gerne freue ich mich auf ein Abenteuer. Am Frühstückstisch tauschen wir unsere Tipps aus und erzählten was wir von anderen Kollegen schon mitbekommen hatten. Wir machten dann Nägel mit Köpfen und entschieden uns an diesem Samstag den „La Paz Waterfall Garden“ zu besuchen.

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Stephane Dähler ist Reiseleiter und in unseren Hotelzimmer hat er uns ein Büchlein zusammengestellt, mit vielen Costa Rica Touren. Ich packte das Büchlein in meinen Rucksack und nahm es mit in den Park damit wir für die nächsten Tage eine solche Tour buchen konnten.

Vielleicht ist euch der Name Dähler ein Begriff. Sein Vater gilt als der „Ananas König“ der Elfenbeinküste. Dazu erzähle ich Euch später mehr.

Vor der Abfahrt besorgten wir noch Geld, was gar nicht ganz so einfach war. Das Hotel befindet sich am Flughafen, die Umgebung ist dementsprechend trist und bietet nicht viel. Ein wohlfühl Ort ist es nicht.
Im kleineren Einkaufscenter gegenüber fanden wir dann einen funktionierenden Automaten.

Kurz zu uns. Wir vier Ladies: Alessia, Melanie, Melanie und ich. Ihr bemerkt, da gibt’s ein kleines Namen wirrwarr. Man könnte sich ja wie im Militär einfach mit Nachname rufen. Das war in diesem Fall auch keine Lösung, denn Melanie 1 trägt den Nachnamen Meier, Melanie 2 den Nachname Meyer. Unsere Lösung, Melanie 1 wurde zu unserer Melania ;). Ich übrigens doch wie im Militär, der Schisser! 😉

Melania kennt ihr bereits, die lustige Nudel war auch in Mexico mit dabei! 🙂

Wir bestellten ein Uber, welches es zu unserem erstaunen gab.
Unsere Fahrerin war weniger gesprächig, doch eigentlich war sie es, aber sie konnte kein Englisch. Melania, welche vorne sass schaffte es dennoch mit Händen und Füssen ein bisschen mit ihr zu reden.

Silvia, unsere Fahrerin fuhr durch die kleinsten Strässchen und die grössten Käffer. Aufgrund eines Stinkers (stinkendes Auto) vor uns, wurde es mir schlecht. Die prachtvolle blühende Natur half mir da nicht weiter.

Wir kamen nach zirka 1.30 Std. beim Park an. Wir glückliche Hühner mussten nicht einmal Eintritt bezahlen, da wir mit dem Airline Badge Gratis Einlass erhielten. 42 Dollars kostet ansonsten der Eintritt für Erwachsene.

http://www.waterfallgardens.com/index.php

Ab in den Park.

Der Himmel war bedeckt, in Costa Rica ist es derzeit Regenzeit, als Winter. Aber Regenzeit ist in Costa Rica immer ein bisschen, sonst wäre nicht alles so schön Grün. Momentan regnet es ca. 3 Tage in der Woche.

 

Unser erster Stop führte uns zu den Tukanen, der typische Vogel von Costa Rica. Das Gehege war gross und in dieses konnte man hinein gehen. Die grossen Vögel flogen regelrecht über unsere Köpfe. Wah! Wir schossen ein paar Fotos und flohen wieder raus.

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Wir besuchten die Affen, die Spinnen, die Schlangen und die schönen kleinen giftigen Fröschen.

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Nicht mehr lebendig 😉

Am schönsten fanden wir die Voliere mit den Schmetterlingen, wunderschöne und so sanfte Tiere. Und natürlich die prachtvolle Pflanzenwelt!

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Das Mittagessen bot eine grosse Vielfalt an Costa Ricanischem Essen. Reis mit Bohnen, Reis mit Bohnen und Reis mit Bohnen. Melanias Lieblingsgericht. Haha.

Nein doch nicht ganz, vom Buffet für 14 US Dollar konnten wir von Salaten, Fleisch, Reis, Fajitas etc. und ein typisches Dessert auswählen, süsser Reis mit Zimt und Rosinen.

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Gestärkt machen wir uns zu den Wasserfällen im Park.

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Cebus

Es ging steil nach unten entlang des Flusses von Wasserfall zu Wasserfall. Einen abenteuerlichen Weg mitten durch den Urwald. Die Treppen waren über dem Felsen gebaut. Was ziemlich eindrücklich aussah!

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Unten fuhr uns ein Bus wieder hoch bis zum Eingang.

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Eigentlich planten wir wieder ein Uber zu bestellen um ins Hotel zu kommen. Doch das App zeigte keine Autos an. Fast im ganzen Park gab es übrigens free Wi-Fi.
Wir fragten die Rezeption und die liebe Adriana kam uns abholen. Sie ist private Fahrerin und für solche kleine Notfälle da. Ihr Fahrtstiel war auch um einiges Angenehmer.

Sie war wirklich süss, wir unterhielten uns gerne mit ihr. Ihr Englisch war auch wirklich gut. Es schien als würde sie es geniessen uns ins Hotel fahren zu können.

Diesmal hatte ich eine Schwiizer Schoggi im Gepäck und sie schien die Richtige für dieses Geschenkt. 🙂

An diesem Abend gingen wir in eins der Hotelrestaurant, den Japaner, essen.
Good Night!

 

Wir trafen uns am nächsten Morgen, um 7:30 Uhr zum Frühstück.

Hotelbreakfast

Unsere gebuchte Tagestour startete um 8:20 Uhr.

Ich hatte diese Tour am Vortag via Stephane Dähler gebucht. Stephane Dähler ist der der Sohn von Johann Dähler und arbeitet heute in Costa Rica im Tourismus.

Die Buchung machte ich via What’s App. Stephane war zu dieser Zeit gerade in der Schweiz an der Taufe seines Sohnes! Doch schweizerisch organisiert ging die Buchung wie vom Schnürchen. Doch wie die ganze Familie so tickt, Business ist Business! Ich bekam wenig später die Bestätigung. Und schon sassen wir nun im Bus.
Wir pickten noch ein paar andere Touristen von zwei Hotels auf.

Während der Fahrt erzählte der Tourguide jrgendwelche Dinge, welche wir aber nicht verstanden, da er freudig in sein Mikrophon murmelte. Egal… wir wussten ja wohin das es hingeht.

Einen kleinen Zwischenstopp und Pippi Pause machten wir in einem einfachen Dorf. Dort kauften wir noch einige Souvenirs. Die Toiletten sind übrigens in Costa Rica tip top sauber und WC Rollen sind immer vorhanden. Diverse kleine und grössere Tierchen können aber das Geschäft dennoch stören. Haha.

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typisches Souvenir

Die Fahrt dauerte eine gefühlte Ewigkeit, ich glaube es waren schlussendlich Zirka 3 Stunden… One Way. Phu!

Unser erster Stop führte uns zum Vulkan. Sein Name ist Vulcano Arenal. Die Wolken hingen etwas vor der Aussicht, aber imposant war die Sicht dennoch. Es ist das erste Mal, dass ich einen Vulkan in live gesehen habe, soweit ich mich erinnern kann. Toll!

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Bekannterweise produziert der Vulkan ja ziemlich viel Wärme. Davon konnten wir auf unserem kommenden Stop genüsslich profitieren.

Doch zuerst noch das Mittagessen…

Die Tour führte zu den natürlichen Quellen, den Tabacon Hot Springs. Ein herrliches wohltuendes Spa Erlebnis, welches uns und unsere Gemüter aufblühen liess. Das etwas trübe Wetter machte den Badespass passend, denn eine sommerliche Hitze zusammen mit dem heissen Wasser hätte irgendwie nicht gut funktioniert. Wir plantschten ziemlich lange, gingen zwischendurch etwas trinken um dann weiter in die Gewässer zu tauchen.

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Ein Kolumbianer, der mit uns auf der Tour war, schoss noch ein paar Fotos von uns und wir von ihm.

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Die Tabacon Hot Springs sind von einem schönen Hotel umgeben. Zu einer oder zwei Nächte vor Ort zu bleiben hätten wir definitiv nicht nein gesagt.

Das Abendessen durften wir im Hotel einnehmen. Das Buffet war reichlich gefüllt und wir genossen es in vollen Zügen!

Es stand uns noch eine lange Heimfahrt bevor. Diese überstanden wir erstaunlich gut und verabschiedeten uns, auf Morgen!

Die Tour kostet mit allem drum und dran 140 US Dollar.

https://www.tabacon.com/

 

 

Am letzten vollen Tag hatten wir eine Besichtigung der Ananasplantagen von Familie Dähler gebucht. Der Fahrer kam uns um 7:30 abholen.

Vom Frühstück gestärkt stiegen wir zum 1000 Mal in einen Bus. Unser harter treuer Kern wurde von Caroline von unserer Crew und Ihrem Vater, welcher als Stand-By mitgeflogen war, bereichert.

Die Fahrt dauerte 2 Stunden und führte uns wieder in Richtung Norden des Landes. Um ein Haar landeten wir in Nicaragua, Alessias nicht ganz ernst zu nehmende Vermutung. Haha! 😉

 

Wir wurden herzlich von Michael begrüsst, der jüngste Sohn der Familie Dähler. Er ist vor Ort für das Bürokratische verantwortlich und stellte uns den Hof vor.

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Zur Begrüssung bekamen wir einen kitschig gelben extrem frischen Ananasssaft. Wow!

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Michi beschreibe ich am besten wie seine Ananas, voll im Saft! Mit seiner draufgängerischen Art erzählte er begeistert vom Hof, von der Familiengeschichte und beantwortete ausführlich unsere Fragen.

Die Famiie Dähler hegt eine eindrückliche Lebensgeschichte. Der Vater Johann Dähler wuchs als Bauersohn im Thurgau auf. Ein afrikanischer Arbeiter erzählte ihm in seiner Jugend von der Ananas. Dähler war so begeistert von der Idee Ananas zu pflanzen und die Ernte in die Schweiz zu liefern, das liess ihn nicht mehr los.
Bis er eines Tages an die Elfenbeinküste flog und sein Projekt in die Tat umsetzte.

Die Erfolgsgeschichte mit der Flug Ananas begann. Seine Idee die Ananas mit der Swissair in die Schweiz zu liefern ging auf.

Später kamen turbulente Zeiten auf sie zu, und der Handel mit der Ananas viel zusammen. Costa Rica ist heute das Hauptexportland der Ananas. So fügten sich auch die Dählers.

Das Macher Gen hat Johann an alle seine vier Kindern vererbt. Davon kommt glaube ich auch diese draufgängerische Art, welche bei Michi nicht zu übersehen ist. Sehr sympathisch!

Heute ist Johann Dähler, mit seiner Tochter wieder in Afrika. Seine Söhne Johann, Stephane und Michael sind in Costa Rica und führen das Projekt Ananas weiter, nun schon seit 15 Jahren.

Am allerbesten schaut Ihr euch den Dok Film des „Ananas Königs“ gleich selbst an, hier der Link zu You Tube:

 

 

Johann Dähler ist ein regelrechtes Stehaufmännchen! Heute wirkt er wieder in Afrika und ist im Maniok- und Kakao-Anbau tätig. Doch sein Herz schlägt wie eh und je für die Ananas. Wenn die Ananas gedeiht und seine Leute diese ernten ist er glücklich.

Wie schön, führen seine Söhne diese 700 Hektaren grosse Plantage in Costa Rica in eine hoffentlich glorreiche Zukunft! Der Export ist in vollem Gange, die Pflanzen sind gesund. Neu auf dem Plan steht, die Roswitha Ananas mit dem neuen direkt Flug von Edelweiss Air in die Schweiz zu fliegen. Good Luck!

Das neustes Projekt von Johann Dähler gibt’s bald in der Schweiz zu kaufen, ein Frauenbier mit Fruchtnoten:

http://www.hoi-appenzell.ch/

 

Michi führte uns nach seinen Erzählungen in die Produktion. Wir bekamen saftige Ananasstücke zum probieren.

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Der Strumpf der Ananas ist übrigens der gesündeste, er sei voller Enzyme.
150 Mitarbeiter arbeiten in Costa Rica für die Dählers.

Danach stiegen wir auf den Traktor und fuhren durch die riesige Ananasplantage.

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Seit neustem halten sie auf dem Hof auch Wasserbüffel, welche den Pflanzenteil der Ananas verwerten.

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Herzzerreissend war der Anblick des kleinen Büffels welcher von seiner Mutter verstossen wurde. Schrecklich! Die Angestellten gaben ihm Vitamine und Mineralien, doch es schien nichts zu helfen, ohne Liebe geht’s halt nicht!

Ausserdem sei die Milch der Mutter, der ersten Tage, extrem wichtig für die Stärkung und das Immunsystem der Kleine, erklärte uns Michi.

„Es gibt auch eine Kehrseite der Medaille, welches bei unserem Besuch natürlich nicht zum Vorschein kam. Dennoch finde ich es wichtig es hier in meinem Blog zu erwähnen. Grosse Plantagen generieren viele Arbeitsplätze für die Einwohner, was gut ist und vielen die Existenz sichert. Aber um die Ernten zu sichern werde immer wieder Pestizide gespritzt. Diese Spritzmittel gelangen ins Trinkwasser und der Wind bläst sie an Orte wo Familien wohnen und Schulen stehen. Darunter leiden die Einwohner von Costa Rica. Viele Einwohner werden krank. Doch die meisten trauen sich nicht sich zu melden, denn gleichzeitig haben sie dank der Arbeit auf der Plantage ein Dach über dem Kopf. Eine verzwickte Sache. Ein Teufelskreis. Eigentlich nur für ein Business und damit wir in der Schweiz oder wo auch immer in diese schöne gelbe Frucht beissen können. Ich finde es wichtig, dass man sich das bewusst ist! So schön und toll diese Frucht auch ist.“

Irgendwie auch merkwürdig wie ich hier die Ananas ins gute Licht rücke. Aber was mich begeistert ist die Geschichte von der Familie, ihre Leidenschaft für ein Produkt. Traurig, dass es so einen zähen Beigeschmack hat. Doch auch das ist die Welt! Überall gibt es das Weisse und das Schwarze.

Unser treuer Fahrer fuhr uns später in ein Restaurant zum Mittagessen.

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Michi gesellte sich auch dazu und kam beim Thema 1. August wieder in volle Erzählt fahrt… er steht zu seinem grossen Patriotismus! Wir verstehen es!

Und gleich danach gingen wir auf eine Flussfahrt in der Nähe, gemütlich konnten wir diverse Tiere beobachten. Der Guide machte uns auf die Tiere in der Wildnis aufmerksam, denn unser Auge ist, wenig erstaunlich, nicht dafür geschult. Krokodile, Affen, Vögel zeigten sich an diesem Nachmittag…

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Michi hatte uns auf unseren Wunsch eine ganze Schachtel voller Super Size Ananas im Bus gelassen. Als Geschenk! 🙂 Den Testflug in meinem Gepäck hat sie auf jeden Fall ohne Dellen überlebt.

 

Am letzten Tag nahmen wir es gemütlich, keine Touren, keine langen Busfahrten, keine Urwälder… wir brauchten wieder etwas Zivilisation und gingen ins nahe gelegene moderne Shopping Center City Mall. Das tat ganz gut.

Der Nachtflug nach Zürich ging spät los. Wir kamen um 18 Uhr abends in Zürich Kloten an.
Wir haben es geschafft in 10 Stunden 2 Arbeitstage zu arbeiten, wenn ihr versteht was ich meine. 😉

 

Danke Ladies für die tolle Zeit! Ich werde euch echt vermissen!

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Etwas lustiges muss ich Euch noch erzählten. Alessia ist ja schön schlank und rank. Sie war aber immer wieder am rumknabbern. Dann fragten wir sie beiläufig, als typische Frauenfrage: „Wo dusch du das hiii? Ihre Antwort, wie aus der Kanone geschossen… : „In Koffer!“. Haha, klar, wohin den sonst! 😉

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