NOMAD – Teil 2 Port Elizabeth nach Knysna

Zurück in Cape Town! Hier nehme ich mir gerne Zeit, euch Teil 2 der Tour zu erzählen. Total 3 Teile. Es freut mich, dass ihr euch die Zeit genommen habt.

Tag 14

Nach Cintsa sind wir weitergefahren, in Richtung Port Elizabeth. Wir hielten in einem kleinen Städtchen namens Grahamstown. um wieder unser Wasser aufzustocken und uns eine Kaffee zu schnappen. Da man den Melo Instant Morgenkaffee leider nicht als solchen bezeichnen kann.

Grahamstown ist bekannt für seine renommierten Universitäten, wie die Rhodes University. Grahamstown liegt rund 60 Kilometer vor der Küste des Indischen Ozeans, rund 140 Kilometer von Port Elizabeth und 180 Kilometer von East London entfernt. Sie zählt ca. 50’000 Einwohner.

Wir kamen um die Mittagszeit in Port Elizabeth an. Strahlender Sonnenschein! Port Elizabeth ist die fünft grösste Stadt von Südafrika und mi rund 700’000 Einwohner der Stadt die grösste Stadt der Provinz Ostkap. Die Stadt liegt 770 Kilometer östlich von Cape Town. Port Elizabeth bietet weisse Sandstrände soweit das Auge reicht. Sie trägt die Spitznamen „The Windy City“, gleich wie Chicago und “Friendly City“.

https://de.wikipedia.org/wiki/Port_Elizabeth

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Während Jason die Neuankömmlinge der letzten Woche aufsuchte. Bereiteten Shane und Stefan leckere Wraps zu. Diese Wrap roll Prozedur dauert aber sicherlich geschlagene 40 Minuten bis fast 1 Stunde. Wohl ein klares Zeichen dafür, dass sie mit viel Liebe gemacht wurden. Haha!

Hier die zwei bei der Vorbereitung:

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Die Nomad Familiy wurde diesen Nachmittag um ganze 7 Mitglieder vergrössert. Zu uns stiessen Zwei Kanadier, eine Holländerin/Südafrikanerin (Seniorin), drei Deutsche und einen Schweizer. Und von vier Family Members haben wir uns verabschiedet. Es war nicht so traurig wie die Verabschiedung in der ersten Woche.

Sehr schade war aber als wir Tine aus Belgien verabschiedeten, ich hatte mich mit ihr super gut verstanden.

Gleich diesen Nachmittag fuhren wir zum den Addo National Park. Der Nationalpark wurde 1931 zum Schutz der elf letzten überlebenden Elefanten der Region eingerichtet, die bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht zum Opfer von Elfenbeinjägern geworden waren. Wie Jason sagte, hatten einige Jäger „a change of heart“ und liessen die 11 letzten Elefanten am leben. Im Jahr 1954, als es 22 Elefanten gab, ließ der damalige Parkmanager Graham Armstrong eine Fläche von 2270 Hektar mit Elefantenzäunen umgeben. Dieser Zaun wird noch heute vom Park genutzt und wird nach seinem Erfinder Armstrong-Zaun genannt. Heute leben im Park 350 bis 400 Elefanten. Das Gebiet ist Malariafrei.

Im Park sind nicht nur die „Big 5“ zuhause sondern sogar die „Bis 7“, Elefanten, Spitzmaulnashörner, Leoparden, Löwen, Büffel, der weisse Hei und der Wal.

Jeder hat schon mitbekommen, dass die Elefanten sehr intelligente Tiere sind. Die folgende Geschichte macht sie noch faszinierender. Einige Elefanten im Park haben keine Stosszähne. Das liegt daran, dass die Elefanten festgestellt haben, dass sie aufgrund ihrer Zähne gejagt werden und so liessen sie diese nicht mehr wachsen.

http://www.addoelephantpark.de/

Während der nachmittäglichen Fahrt durch den Park sichteten wir nicht sehr viele Tiere. Am nächsten Morgen stand nochmals eine Safari im Addo National Park an und so hofften wir auf bessere Zeiten. 😉

Um in die Lodges zu gelangen, fuhren wir durch East London, Western Cape. Jason erklärte uns, dass die Motorindustrie in dieser Region die meisten Arbeitsplätze sichert. Automarken wie Mercedes Benz, Volkswagen, BMW und MAN sind dort mit eigener Produktion vertreten.

Mercedes-Benz ist seit 1954 in Südafrika ansässig und fertigt unter anderem die C-Klasse in East London. Dort lief im Mai 2015 der ein Millionste Mercedes vom Band.

Tag 15

Am folgenden Tag sind wir ganz früh aufgestanden, haben ein kurzes Frühstück gegessen und um 06:00 Uhr sind wir losgefahren.

Noch ganz verschlafen fuhren wir durch den Addo National Park. Wir waren aber doch positiv eingestellt (nach Jasons vorgaben ;)) und ganz gespannt Elefanten zu sehen. Diesen Wunsch hat sich leider nicht erfüllt. Wir sichteten nur ein paar Elefantenpopos, die uns nicht mehr wirklich faszinierten, da wir im Kurger Park schon vieles gesehen hatten. Ja, das ging ja schnell, schon reicht uns das nicht mehr. Diese verwöhnten Touristen. 😉 Als wir weiterfuhren, sichteten wir einen alten Löwen an einer Wasserpfütze. Wir blieben einige Zeit da stehen und beobachteten ihn. Was für ein Prachtstück!

Danke Jana für das tolle Foto!

Den Lunch verbrachten wir in der Küstenstadt Jeffreys Bay.

Gegründet wurde Jeffreys Bay im Jahr 1849. Ursprünglich ein verschlafenes Fischerdorf ist der Ort mittlerweile ein populäres Reiseziel, insbesondere für Surfer.

Vor der Küste von Jeffreys Bay befindet sich ein Surfspot mit einer langen, schnellen, rechts-brechenden Welle, der als einer der besten Surfspots weltweit gilt.

Der Wind war auch dementsprechend stark! Mir hat es tatsächlich den halben Lunch vom Teller geweht. Ich entschied mich spontan für die drei Sekunden Regel und ass den Rest, der nicht vom Sand bedeckt wurde.

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Während der Truckfahrten hatte ich viel Zeit einfach zu sein und somit auch um nachzudenken. Diese Reise durch Südafrika war wunderschön doch gleichzeitig realisierte ich einmal mehr wie glücklich ich sein darf, dass ich in der Schweiz geboren wurde.

Unser Land ist so einzigartig schön! Die Natur rein. Die Berge imposant. Die Leute ehrlich. Das Land ist sicher. Wir wissen ohne es erklären zu müssen was gute Qualität ist. Wir wissen dies zu schätzen und zu pflegen.  Es ist nicht das erste Mal dass ich das realisiere und ich sage auch nicht, dass in der Schweiz alles besser ist. Nein. Aber es ist unglaublich vieles einfach gut. Ich musste, dass jetzt einfach loswerden.

Diesen Abend verbrachten wir in Tsitsikamma. Der Name bedeutet „place of abundant water“ und es enttäuschte nicht. Die Gegend bietet tropische Wälder und dramatische Küstenwege.

Ein ziemlicher Kontrast zum Land Lesotho, wo die Leute um Wasser ringen müssen. Es stimmt einem auch etwas traurig diese Ungerechtigkeiten zu sehen.

Für das Abendessen haben sich Jason und Shane ziemlich ins Zeug gelegt. Es gab ein typisches Südafrikanisches Dinner, mit Wurst genannt Boerewors, Papp (Mais Polenta) und Gemüse (mit Peanut Butter! Iik!). Jason informierte uns an dieser Stelle ausführlich über die Aktivitäten des folgenden Tages. An diesem Ort blieben wir für 2 Nächte. Was ab und zu ganz angenehm ist, denn die Packerei macht einem irgendwie etwas rastlos. Ich empfand die Truck Fahrten als ruhigen Pol der ganzen Reise, die einzige Konstante.

Die Nacht war kühl, meine Wärmeflasche erfüllte wieder einmal ihren Dienst. 😉

Tag 16

An diesem Morgen stand die Wanderung, entlang der Küste des Tsitsikamma National Park, an. Wir liefen ca. 3 – 4 Stunden an der Küste entlang.

Die Wanderung war total eindrucksvoll und abenteuerlich. Die Wellen schlugen stark an die Küste. Wir mussten über grosse Steine wandern und aufmerksam vorangehen. Einmal waren die Wellen so gross, dass einige von uns von ihnen erwischt wurden. Ich bekam kurz etwas schlottrige Knie, da das Wasser unglaublich kraftvoll war.

Jason erklärte uns, warum das Wasser so stark nach Algen roch und ziemlich trüb war. Der Ozean würde sich momentan reinigen. Sozusagen einen Frühlingsputz in eigener Sache vornehmen. Aha. Ansonsten ist das Wasser hier ganz klar und glänzend.

Nach der Wanderung bekamen wir noch ein Zeitfenster um zu den nahegelegenen Hängebrücken zu laufen, welche imposant über der Schlucht hingen.

Nach dem Abendessen habe ich mich noch sehr angenehm mit Karin unterhalten. Karin ist 52 Jahre jung und von Beruf leidenschaftliche Hebamme. Sie ist unkompliziert, offen, sehr interessiert und mit beiden Füssen fest am Boden. Eine Reisebegleitung wie man sich eine wünschen würde. Immer offen für Gespräche aber versteht es auch sich auf die ruhigen Momente einzulassen.

Danke Karin für die Springböcke! Springbock ist das Nationalgetränk Südafrikas: ½ Mintliquer und ½ Amarulla.

Tag 17

Der 17. Tag startete abenteuerlich. Nicht für mich aber für drei Familiy Members, Tiana, Lea und Corinna hatten sich für den Bungy Sprung angemeldet hatten. Wir konnte dann vom Café aus die Sprünge beobachten und dabei eine Omelette verputzen. Was für eine coole Kombination! http://www.faceadrenalin.com

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Aussicht vom Café aus

Danach fuhr uns Stefan nach Plettenberg Bay. P. ist mit seinen herrlichen Stränden der beliebteste Badeorte entlang der Garden Route. Dieser Tag war für Jason eine organisatorische Herausforderung. Wir hatten uns für viele diverse Aktivitäten angemeldet und Stefan setzte uns an den entsprechenden Orten ab. Einige freuten sich aufs „Wahle watching“, andere auf „swimming with seals“ und ich auf die Elefanten.

Da wir uns nicht für so viele Aktivitäten angemeldet hatten schlenderten Karin und ich noch durch das Städtchen Plettenberg, kauften ein Weihnachtsgeschenk für 50 Rand fürs Wichteln am 24. Dezember und tranken einen Iced Coffee in einem Restaurant, welches von einem Schweizer eröffnet wurde.

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Draussen auf der Tafel des Kaffees stand Swiss/Italian Restaurant. Wir gingen hinein um uns die Karte anzusehen, ich sagte kurz der Service Lady dass ich von der Schweiz komme und schon etwas später kam der Besitzer zu uns und begann uns seine Geschichte zu erzählen; Er lebte in Lugano, war Fussballtrainer von Lazio/Roma, bis er mit 50 Jahren in einer Woche 2 Herzattacken hatte. Da erzählte ihm einen Freund von Plettenberg Bay. Er kam und ist heute mit seiner Rente hier in Afrika ein reicher Mann. Raucht und trinkt friedlich weiter, geniesst die Langsamkeit. Er schaut einmal pro Tag auf seine Uhr um zu checken was es für einen Wochentag ist und sagt uns: „You know, in Switzerland we have watches, in Africa we have time.“ 😉

Er sagte, dass viele im Rentenalter hierherkommen. Mit der Rente, welche in der Schweiz nicht weit reicht, könne man hier ein gutes Leben führen.

Am Nachmittag besuchten wir den Elefanten Park. Wir konnten mit den Elefanten laufen und sie füttern. In ihrer Nähe bemerkte ich gleich wie sanftmütig diese Tiere sind.

Die Elefanten haben ein einfaches Verdauung System, sie essen sehr viel aber 60% der Nahrung kommt unverdaut wieder raus.

Die Nacht verbrachten wir in Knysna. Als wir im Hotel ankamen war es schon fast dunkel. Die Guides hatten ganze Arbeit geleistet um uns an alle die von uns gewünschten Orte zu chauffieren. Hut ab. Das Hotel war ganz simpel. Doch ich hatte ein richtig süsses Zimmer erwischt.

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