Tag 19 – Caterpillar, HIV/AIDS Workshop und last GAPA

Gestern las ich den Kindern in Luntu das Buch der „Caterpillar“ (=Raupe) vor. Das Buch handelt von der Raupe, die zuerst viele Früchte isst, dann nicht genug bekommt, dann ein Muffin und ein Salami isst, sich schlecht fühlt, dann wieder Grünzeug isst, sich wieder gut fühlt und sich schlussendlich in einen schönen Schmetterling verwandelt. Die Kinder hatten es „zum fressen gern“. Ich auch! Mein absolutes Liebling Buch bis dahin! Wird’s wohl auch bleiben. Denn, die Message hinter diesem Buch liebe ich einfach so sehr. Kennt ihr die kurze Geschichte vom Samenkorn? Wenn nicht, könnt ihr sie gerne am Ende meines heutigen Posts lesen. I love it!

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Story Time!

 

Gestern Abend hat Miriam uns über HIV/AIDS einen Workshop gegeben. Der ca. 2 Stunden dauerte. Ich fasse ein paar wichtige Facts zusammen:

35 Mio. Menschen auf der Welt sind mit dem Virus infiziert. 3.2 Mio davon sind Kinder. Afrika ist der am schlimmsten betroffene Kontinent. Südafrika hat bei weitem die meisten Infizierten, mit 22 Mio. Einer der Hauptgründe dafür ist Mangel an Bildung.

Die HIV/AIDS Medikamente sind in Afrika gratis.

HIV bedeutet übersetzt „Human Immunodeficiency Virus“ = menschliches Immunschwäche-Virus. Aids steht für die englische Bezeichnung „acquired immunodeficiency syndrome“ = erworbenes Immundefektsyndrom.

Das Immunsystem hat die Aufgabe, in den Körper eingedrungene Krankheitserreger – zum Beispiel Bakterien, Pilze, Viren – zu bekämpfen.
Von Aids spricht man, wenn das HI-Virus das körpereigene Abwehrsystem so weit geschwächt hat, dass es dem Körper schwerfällt, Infektionen zu bekämpfen. In der Folge können bestimmte, zum Teil lebensbedrohliche Symptome auftreten, zum Beispiel schwere Infektionskrankheiten und Tumore.

HIV befällt vor allem die Helferzellen und vermehrt sich in ihnen. Die Helferzellen haben unter anderem die wichtige Funktion, andere Zellen des Immunsystems bei der Abwehr von Krankheitserregern zu steuern. Wenn HIV in den Körper gelangt, kommt es zu einer Abwehrreaktion. Die hierbei gebildeten Abwehrstoffe (Antikörper) und Immunzellen können aber das Virus nicht vollständig beseitigen.

Je weniger Helferzellen vorhanden sind, desto weniger ist das Immunsystem in der Lage, den Körper vor Krankheiten zu schützen.

Eine HIV-Infektion ist nach wie vor nicht heilbar. Medikamente müssen das Lebenslang, genau zur selben Uhrzeit, eingenommen werden.

HIV gilt im Vergleich mit anderen Krankheitserregern als schwer übertragbar. Darum wird HIV in alltäglichen sozialen Kontakten nicht übertragen, auch nicht beim Husten oder Niesen, nicht bei Umarmungen oder beim Küssen. Am häufigsten wird HIV beim Sex ohne Kondom übertragen.

HIV kann nur übertragen werden, wenn es in ausreichender Menge in den Körper oder auf Schleimhaut gelangt.

Körperflüssigkeiten, die HIV enthalten können, sind:

-Blut

-Samenflüssigkeit

-Scheidenflüssigkeit

-Muttermilch

HIV in getrocknetem Blut kann nicht mehr übertragen werden.

Den Kindern eine Schulausbildung zu gewährleisten, ist eine der besten Präventiven Massnahmen die man machen kann. Dank dem Wissen haben die Kinder Selbstbewusstsein und alle Mittel in ihren Händen.

Ihr könnt euch auf dieser Homepage näher informieren:

http://www.worldaidsday.org/

Slogan: Re-Think HIV #thinkpositive

Dieser You Tube Video zeigte eine Frau mit AIDS, die sich für 90 Tage filmen liess. Sehenswert: https://youtu.be/-og6PiO0i6k

 

Kurzer Gedenksatz an unsere amerikanischen Freunde, Heute ist Thanksgiving! Yeah, eat the Turkey!

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Heute Morgen haben wir in Luntu wieder getanzt. Die Kinder sind so talentiert! Ich hab ihnen die Dance Moves dann einfach nachgemacht, „Waka, Waka…“!! Wir haben aber auch fleissig Buchstaben Zahlen, Wochentage, Farben, Tiere uvm. geübt/repetiert.

Morgen ist mein letzter Tag in Luntu, was mich etwas traurig stimmt. Natürlich sollen die Kinder das nicht mitbekommen. Aber es ist schon ein spezielles Gefühlt, den zu 99.9% werde ich diese Kinder nie mehr wieder sehen. Heute konnte ich mit Imange, während dem Assessment, das ganze Alphabet durchgehen und wir repetierten jeden Buchstaben zusammen. Es ist so erfreulich zu sehen wie lernfreudig und interessiert die Kinder sind. Man bedenke dass Luntu eine Vorschule ist und dass diese Kinder mit einem riesen Vorsprung in die 1 Klasse starten werden. Andere Kinder beginnen die Schule ohne jegliche Vorkenntnisse!

 

 

Heute Nachmittag haben wir in GAPA mit den Kindern Ballspiele gespielt, was so viel Spass gemacht hat. Das Spiel hiess „Hot Potato Ball“ und es ging darum, dass der Ball so lange wie möglich in der Luft bleibt. Einige Kinder waren ganz im Element. Der starke Wind, dieser Tage, wehte uns den ganzen Sand um die Ohren.

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Da es mein letzter Tag in GAPA war, habe ich mich von den Grannies (Grandmothers) verabschiedet. Die Grannies waren heute speziell gut drauf und somit haben wir ein cooles Gruppenfoto hingekriegt. Was mich sehr freut! Wie ihr auf dem Foto sehen könnt hat sich eine Granny tatsächlich für das Foto sogar auf den Boden gelegt! Wir brauchten dann ein paar Anläufe um sie wieder auf die Beine zu kriegen. Eine andere Granny namens Tandie, sagte mir:“ Thank you so much that you came here, we will keep you in our hearts. Say hello to Switzerland. Hope you are coming back. Sorry, we are so busy today.“

Morgen und nächste Woche werden viele Feiern stattfinden. Da ein Schuljahr zu Ende geht. Die Grannies waren alles zusammen sehr beschäftigt, sie backten Brot (Steamed Bread), schnitten Kürbis in Stücke und machten eine Art Bier. Wir durften dann etwas davon probieren, was aber gar nicht meinen Geschmack traf. Ziemlich sauer und vergoren! Ein Versuch war’s wert.

Zum Schluss umarmte mich ein Mädchen und ich gab ihr einer meiner Kaugummis. „Byee, Gery!“

 

 

Die Geschichte vom Samenkorn

Millionen bleiben lieber Samenkörner. Warum? Warum ziehen wir vor, Samenkörner zu bleiben, wenn wir Blumen werden und im Wind und in der Sonne und im Mondschein tanzen können? Diese Entscheidung hat etwas für sich. Das Samenkorn ist sicherer als die Blume. Die Blume ist zart und verletzlich, das Samenkorn nicht. Das Samenkorn sieht stärker aus, die Blume kann mit Leichtigkeit zerstört werden – ein Windstoss genügt, und die Blütenblätter sind hinüber. Das Samenkorn ist gut geschützt. Es ist sicherer. Die Blume ist ungeschützt, so zart, und so vielen Gefahren ausgesetzt: ein starker Wind kann kommen, es kann in strömen regnen, die Sonne kann die Blume verbrennen, ein Mensch kann sie pflücken.

Ihr kann alles Mögliche passieren. Die Blume ist in ständiger Gefahr: das Samenkorn ist sicher und so ziehen Millionen Menschen vor Samenkörner zu bleiben.

Doch Samen zu bleiben heisst tot zu bleiben, ein Samenkorn zu bleiben heisst. lieber gar nicht zu leben. Gewiss, das ist sicher, aber nicht lebendig. Der Tod ist sicher, aber Leben heisst Unsicherheit. Wer wirklich leben will, muss sich der Gefahr aussetzen, ständiger Gefahr. Wer die Gipfel erreichen will, muss das Risiko auf sich nehmen verloren zu gehen. Wer die höchsten Gipfel erklimmen will, muss das Risiko auf sich nehmen, irgendwo abzustürzen, auszurutschen und zu fallen. Je stärker das Verlangen nach Wachstum, desto mehr Gefahren muss man in Kauf nehmen. Der wahre Mensch akzeptiert die Gefahr als seinen täglichen Lebensstil, als sein ständiges Wachstumsklima.

(by Osho)

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