Tag 13 – Braai und Apartheid Workshop

Seit ihr bereit für eine grosste Portion Sweetness?

Ich hab keine Worte für diese Augen, ihr?

 

 

Über Mittag, nach der Preschool Luntu hielt Thulani an einem Grillplatz. Er kaufte Fleisch für unseren mittwöchlichen Probierhappen. „Braai“ ist der Name für dieses Südafrikanische BBQ. Wir assen es mit den Fingern. Es schmeckte super gut.

Am Abend, während dem Nachtessen hat Miriam eine Workshop über Aparthed gegeben.

Aparthed begann offiziell im Jahre 1913. Als A. wird eine geschichtliche Periode der staatlich festgelegten und organisierten Rassentrennung in Südafrika bezeichnet. Die Menschen wurden in dieser Zeit in 4 Rassen eingeteilt: White, Asian/Indian, Coloured und Balck. Coloured würde man auf Deutsch als „Mischling“ übersetzen.

Die Apartheid hatte ihre Hochphase von den 10940er Jahren bis zu den 1980er Jahren und endete 1994 nach einer Phase der Verständigung mit einem demokratische Regierungswechsel, bei dem Nelson Mandela der erste schwarze Präsident des Landes wurde.

Das District Six im Zentrum von Cape Town erinnert auch heute noch an diese schlimme Zeit. In diesem Stadtteile lebten vor der Apartheidszeit die verschiedensten Rassen und Religionen friedlich zusammen.

1960er Jahren wurde das kulturelle Zentrum District Six gewaltsam geräumt und abgerissen und in ein Wohnviertel für „Weisse“ umgewandelt.

In dieser Zeit entstanden die ersten Townships ausserhalb von Cape Town. Das erste Township war Langa, das zweite Khayelitsha. Kaum zu glauben, dass vor 30 Jahren an dem Ort wo Heute mehr als 2 Mio. Menschen ein Zuhause haben, es nur Sanddünen gab. Eine der Grannies von GAPA war eine der Ersten die dieses Township bewohnte, sie hat die ganze Geschichte in den Knochen. Miriam sagte, dass die Grannies ab und zu gerne über diese Zeit erzählen. Und wenn ihre Tagesstimmung gut ist, auch einfach sagen: “Let’s just laugh about it“.

Südafrika ist immer noch daran sich von dieser Zeit zu erholen. Viele Menschen reagieren auch heute noch sehr empfindlich auf dieses Thema. Was sehr verständlich ist. Denn sie haben durch diese unmenschliche und nicht nachvollziehbare Diskriminierung viele Chancen verpasst. Chancen auf eine gute Ausbildung, Chancen auf Heirat ausserhalb der eigenen Rasse, Möglichkeit auf eine gute Gesundheitsversorgungen und vieles mehr.

Mit Miriam haben wir zum Schluss des Workshops diskutiert, auf welche Weise wir als Volunteer jeden Tag kleine Veränderungen ins positive erreichen können. Der wahrscheinlich wichtigste Punkt ist der, dass wir den Kindern Englisch unterrichten, nur so haben sie später die Möglichkeit an gute Jobs zu kommen. Tourismus ist einer der grössten Beschäftigungsquellen. Was mir am besten gefällt ist, dass wir auch als Vorbilder für die Kinder da sein können, indem wir ihnen zeigen, dass es weitreichende Möglichkeiten im Leben gibt, ich denkt wir erweitern uns Gegenseitig den Horizont. Ausserdem gefällt mir auch, dass wir als Menschen einer anderen Rasse so gut zusammenarbeiten. Sie merken, dass wir sehr wollwollend gegenüber ihnen gestimmt sind. Nicht so wie es viele von ihnen (z.B. Eltern) in der vergangenen Geschichte wahrscheinlich erfahren mussten.

Der sehenswerte Film SKIN erzählt von einem Mädchen, dass zwar von einer weissen Familie stammt jedoch als Coloured eingestuft wurde und es somit grosse Diskriminierung erfahren musste.

 

Im Bett liegend redeten Danique und ich noch eine Weile zusammen. Liegend fällt Lachen auch doppelt so laut aus, habt ihr das auch schon festgestellt? Mir gefallen diese „Tate à Tate“ sehr gut. Da fallen meistens die Mauern und man lernt sich so am besten und ehrlichsten kennen.

Danique, ist das Mädchen aus Holland, sie ist erst 17 Jahre alt aber für ihr Alter schon sehr Reif.

Wir redeten über die verschiedensten Dinge zusammen, dass es manchmal einfach besser ist seinen eigenen unkonventionellen Weg zu gehen und nicht das gleiche zu machen wie die Masse. Für seine Entscheidungen gerade zu stehen und ein Querdenker zu sein. Ich bewundere an ihr, dass sie immer das macht was ihr gerade gut tut. Sei es früh schlafen zu gehen oder laut auszusprechen was sie gerade fühlt. Danique ist laut und herzlich. Sie hat das „Herz auf der Zunge“ wie man so schön sagt, aber auch absolut „das Herz am rechten Fleck“.

Sie bewundert an mir, dass ich auch heute noch das mache was mir gefällt und mich nicht von Gesellschaftsregeln leiten lasse. Sie sagte ausserdem, dass es super ist ein Teammitglied zu haben, dass immer die Übersicht bewahrt.

 

Tschüss!

 

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